
Regionaltreffen
Nord des
Gastgeber war die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e.V. – AVL –. Beginn der Veranstaltung war um 10:30 Uhr am Lüneburger Westbahnhof. Lüneburg ist keine Großstadt, hat aber mehrere Bahnhöfe aufzuweisen. Der Westbahnhof (oder auch immer noch als Wittenberger Bahnhof bezeichnet) liegt ca. 250 m entfernt vom heutigen Hauptbahnhof und stammt aus der Zeit der "Auswandererbahn" Berlin-Wittenberge-Dömitz-Dannenberg-Lüneburg West-Buchholz-Cuxhaven. Das Stück Wittenberge-Dömitz-Dannenberg ist infolge des 2. Weltkrieges demontiert worden. Auch auf dem Ende Lüneburg-Buchholz ist mittlerweile der Verkehr eingestellt. So hat nach Anpassungen des Gleisbildes der Westbahnhof heute nur noch Aufgaben des Regionalverkehrs von Lüneburg über Winsen/Luhe nach Hamburg zu erfüllen. Auf diesem Bahnhof befinden sich nur noch 2 Gleise. Um 10:40 erwartete uns der gastgebende Verein mit einer riesigen Überraschung: Am Gleis 2 stand ein funkelnagelneu aufgearbeiteter MaK-Triebwagen der OHE GDT 0518. Mit diesem Triebwagen ging es vom Bahnhof Lüneburg West in Richtung Industriebahn West zu den Modellbahnräumlichkeiten der AVL. Hier konnten die Teilnehmer des Regionaltreffens die vorzüglich gestaltete Modellbahnanlage des AVL besichtigen. Thema der Anlage ist die OHE, die eng mit Lüneburg verbunden ist

Auf dem Bahnhof Melbeck-Embsen erwartete uns
Teilnehmer eine weitere Überraschung: Der Bahnhofswirt hatte extra
für das Regionaltreffen seine Gaststätte geöffnet und
erwartete uns mit einem vorzüglichen Essen. Es gab zur
Auswahl eine gemischte Bratenplatte (Hirsch, Schwein) oder
gefüllte Kartoffelkissen (vegetarisch) mit Sourecreme und Salat.
Nach dem vorzüglichen Essen begann dann
um 14:00 der offizielle Teil der Tagung in der Bahnhofsgaststätte
Melbeck-Embsen. Es war keine feste Tagungsordnung durch den
BDEF-Vorstand festgelegt worden. So gab es die offene Diskussion zu
aktuellen Themen. Insbesondere zeigte sich, dass die DB-AG den BDEF
nicht mehr in ihrem Focus zieht. Dies mag der heutigen Zeit geschuldet
sein. Aber das Verhältnis sollte wieder verbessert werden. Auch
sind Kontakte zu den neuen Bahngesellschaften anzustreben. Die
Jugendarbeit muss weiterhin oben auf der Liste der vorrangigen Arbeiten
stehen. Alleine werden die Vereine die Forcierung der Jungendarbeit
nicht vorantreiben können. Hier muss der BDEF, die regionale
Wirtschaft und die Kommunen im Verbund mit den Bahnen einen Konsens zur
Lösung dieser Aufgabe finden.
Nach dem Ende des offiziellen Teiles fuhr der AVL-Triebwagen zurück nach Lüneburg Süd. Es war ein sehr erlebnisreicher Tag, der zudem viele neue Ideen und Eindrücke für die weitere Arbeit im BDEF gebracht hat. Nun ist es die Aufgabe des BDEF-Vorstandes diese auch mit umzusetzen.
